Mut zur Innovation

von am 20.03.2017
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Mut zur Innovation Beitragsbild

Ein inspirierender Blogpost.

Mut – ist seit kurzem einer der neuen vier Grundwerte von Zühlke. Was ist passiert?

Bereits 2009 äusserte sich Philipp Sutter, CEO von Zühlke, im Magazin „Computerworld” zu diesem Thema. Er hielt dazu an, „Denkmuster aufzubrechen und Mut zur Innovation zu zeigen”.

Doch warum ist dieser Mut zur Innovation wichtig?

Naja, es geht halt nicht ohne. Entweder man innoviert selbst oder jemand anderes tut es und überholt einen. Anhand der Geschichte von Kodak kann man dies, meiner Meinung nach, sehr gut beobachten.

Auszug aus der Geschichte von Kodak

Als Erfinder des Fotofilms und der austauschbaren Kleinbild-Kartusche war Kodak über Jahrzehnte Technologieführer. Als die ersten Digitalkameras aufkamen, entschloss das Management, nicht selbst in den Digi-Cam-Markt einzusteigen. Sie hatten Angst, dass die Innovation im digitalen Bereich ihr Geschäft mit Fotofilmen gefährden würde.

Stattdessen versuchte Kodak – aus seiner starken Marktposition hinaus – die Digitalfotografie abzudrängen. Doch die neue Technologie entwickelte sich explosionsartig und überholte das bisherige Geschäft.

Das Innovator’s Dilemma beschreibt diesen Effekt, dass neue Technologien nach einer Zeit der Reife das etablierte Angebot überholen.

Innovator's Dilemma
Innovator’s Dilemma (Bild: Zühlke)

Ein zunehmendes Verständnis für die schnelllebige Veränderung der Industrielandschaft lenkt Firmen aller Art auf neue und spannende Wege. Um langfristig erfolgreich zu sein, wurde es notwendig, stets mit neuen Technologien und neuen Geschäftsmodellen innovativ zu sein.

Innovation bedeutet, etwas anders zu machen als bis anhin üblich.

Das braucht Mut.

Anhand von drei Beispielen möchte ich mit diesem Blogpost ein besseres Verständnis schaffen und zu mehr Innovation inspirieren!

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Mut zur Innovation – beim Fire Island Pines Pavilion

Ich beginne mit einem Beispiel aus der Architektur.

Gebäude zu errichten ist teuer und zeitaufwändig. Aus Angst davor, dass neue Gebäudeformen für die Bevölkerung befremdlich wirken, wagen sich Architekten häufig nicht zur Innovation. Dies erklärt Mark Kushner in seinem TED Talk. (Sehr empfehlenswert!)

Nachdem ein Community-Gebäude in Fire Island abbrannte, wurde Mark’s Firma beauftragt ein neues Gebäude zu entwerfen. Und landete genau bei diesem Problem. Denn für das neue Gebäude schwebte den Architekten eine neuartige und ikonische Form vor. Ganz anders als die bisherige Form.

Es war nicht klar, ob sich die Gemeinschaft damit identifizieren können wird. Alle Beteiligten hatten Angst vor dem nächsten Schritt.

Was tun?

Fire Island Pines Pavillion
Fotorealistisches Rendering des neuen Community-Gebäudes (Bild: YouTube)

Die Architekturfirma wollte sich nicht von der Idee abbringen lassen. Sie fertigte eine Reihe von fotorealistischen Bildern des Gebäudes an und teilte diese mit der Gemeinschaft über Instagram und Facebook.

Zu diesem Zeitpunkt, das Jahr ist 2011, ein neuartiges Vorgehen. Instagram gibt es seit 2010. Die Möglichkeiten im Umgang mit Social Media waren also noch weitgehend unerforscht.

Diese Methode löste gleich zwei ausschlaggebende Probleme auf eine Weise, die nach heutiger Sicht selbstverständlich wirken kann:

  1. Es ermöglichte der Firma, ein Gefühl für die Reaktionen der Leute zu bekommen – weit vor der Fertigstellung.
  2. Die Leute aus der Gemeinschaft begannen mit den Bildern zu interagieren, zu kommentieren, sie zu liken oder auch zu hassen. Doch durch diese Auseinandersetzung begannen sich die Leute unterbewusst bereits damit zu identifizieren und sie zu einem Teil des kollektiven Bewusstseins der Community zu machen.

Als das Gebäude zwei Jahre später fertig gestellt wurde, wurde es als voller Erfolg gefeiert!

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Mut zur Innovation – bei Amazon Go

Mittendrin im Geschehen sind wir bei Amazon Go.

„Wie verändert man eine ganze Industrie?“, fragten sich die Leute bei Amazon. Im Dezember letzten Jahres veröffentlichten sie überraschend ein Video über die Zukunft des Einkaufens:

Amazon Go
Amazon Go und die Zukunft des Einkaufens

Die Vision: eine Experience voller Leichtigkeit und ohne Stress. Auf dem YouTube Channel Nerdwriter wird spekuliert (ebenfalls sehr empfehlenswert!), dass Amazon mit dieser Aktion erstmal einen Zeh ins Wasser taucht und gleichzeitig ein Bedürfnis schafft. Diese Worte erinnern mich stark an das vorherige Beispiel aus der Architektur.

In Zukunft würde Amazon diesen Service an andere Geschäfte lizensieren, vermutet Nerdwriter. Damit würde Amazon aus einer starken Position hinaus in den Einzelhandelsmarkt einsteigen – eine 25-Billionen-Industrie schon nur in den Vereinigten Staaten.

Mit diesem Unterfangen verhält sich Amazon mehr wie ein Startup, trotz einer gefestigten und führenden Rolle im Cloud-Markt. Jeff Bezos, CEO von Amazon, erklärt in einem Brief an die Shareholders, dass sie damit ihre Agilität und Innovationskraft stärken wollen.

Amazon beweist mit ihrer Strategie einen weitreichenden Blick in die Zukunft und viel Mut zur Innovation. Wie es weiter geht bleibt spannend, denn wir sind mittendrin!

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Mut zur Innovation – bei Zühlke Rent-a-Startup

Als Dienstleister empfinden wir eine Verantwortung, diese Erkentnisse zu den Themen Mut und Innovation auch unseren Kunden zu Gute kommen zu lassen.

Und auch unsere Kunden erkennen die Notwendigkeit, langfristig radikal neue Wege hinsichtlich Technologie und Geschäftsmodell zu erproben.

Unsere Antwort darauf ist Rent-a-Startup – Agilität und Innovation als Dienstleistung.

So sieht das Modell aus:

Rent-a-Startup Modell
Das Modell von Rent-a-Startup (Bild: Zühlke)

Im Rahmen von Rent-a-Startup darf ich bereits offen über einen aktuellen Fall berichten, bei dem wir zusammen mit Adcubum innert kürzester Zeit ein innovatives App-Bedienkonzept geschaffen und umgesetzt haben.

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Abschliessende Gedanken

Das Erproben von neuen Ideen in schnellen und agilen Iterationszyklen in einem langjährigen Unternehmen ist unerlässlich.

Nicht nur, weil die Ablösung von alten durch neue Methoden und Techniken in unserer schnelllebigen Industrie unausweichlich ist, sondern auch weil die Erfahrung uns lehrt, dass ein Bedürfnis weit im Vorfeld geschaffen werden kann oder sogar muss, um schlussendlich eine weitreichende Akzeptanz des Endprodukts zu erzielen.

Dieser Zyklus führt uns fortlaufend zu neuen Errungenschaften und zwingt uns in einem positiven Sinne zur Weiterentwicklung.

Wir freuen uns auf die Zukunft und bei vielen spannenden Entwicklungen dabei zu sein!

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