Wenn Mighty Hans auf Monika Fasnacht trifft

von am 22.05.2017
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Monika Fasnacht an der Zühlke JassChallenge
Monika Fasnacht an der Zühlke JassChallenge

Die bekannteste Jasserin der Schweiz wirkte ein wenig nervös, als sie heute Abend die Bühne im Zühlke Hauptgebäude in Schlieren betrat: “Ich finde es eine lustige Sache, aber ich habe mich vorhin erschrocken, als ich erfuhr, wie schnell die Bots sind”, sagte Monika Fasnacht ans Publikum gewandt. Die ehemalige Jass-Moderatorin des SRF schaute wie der Rest des Publikums gebannt auf die Tafel im Hintergrund, auf der zu sehen war, wie sich die sechs Bots der Zühlke Jass-Challenge duellierten. Denn die Software, die am besten spielte, würde im Finale gegen Monika Fasnacht antreten.

Es traten gegeneinander an: JassTheRipper, Gummiblub, awesomeJavaBot, challenge-client-js, DonaldTrumpf 3000 und Mighty Hans. Wäre es nach dem Gelächter des Publikums gegangen, hätte der nach dem US-Präsidenten benannte Bot siegen müssen. Doch am Ende hiess der Sieger Mighty Hans. Informatiker Sandro Feller und Daniel Latzer, Informatikstudent an der Hochschule für Technik Rapperswil (HSR), haben ihn entwickelt.  Gegen Monika Fasnacht hatte der mächtige Hans aber keine Chance – mit 580:362 gewann sie im Team mit Zühlke Entwickler Daniel Stucki gegen den Bot. Die siegreichen Programmierer durften sich über jeweils eine GoPro-Actionkamera und zwei Tage in einem Zühlke Ausbildungscamp freuen.

Monika Fasnacht mit den Programmierern des Siegerbots Sandro Feller und Daniel Latzer sowie Zühlke-Entwickler Daniel Stucki (von links).

Monika Fasnacht mit den Programmierern des Siegerbots Sandro Feller und Daniel Latzer sowie Zühlke Entwickler Daniel Stucki (von links).

“Jassen liegt offenbar wieder voll im Trend”, sagte Moderatorin Sibylle Kammer, Managing Director Business Development und Mitglied der Zühlke Geschäftsleitung. “Wenn sich sogar unsere jungen Softwareingenieure damit beschäftigen, ist das bemerkenswert: Wir bringen mit der Jass-Challenge Tradition und Innovation zusammen.”

Zwölf Prozent des Umsatzes für Weiterbildung

Weiterentwicklung ist Zühlke wichtig. Deshalb investiert das Unternehmen jedes Jahr über zwölf Prozent seines Umsatzes in die Ausbildung der Mitarbeitenden. Die Zühlke Teams verbringen regelmässig mehrere Tage gemeinsam in Weiterbildungscamps im In- oder Ausland. In dieser Zeit tauschen sich die Mitarbeitenden über aktuelle Themen aus, setzen sich mit verschiedenen Technologien auseinander und vernetzen sich.

Monika Fasnacht tritt gemeinsam mit Zühlke-Entwickler Daniel Stucki gegen den Computer an.

Monika Fasnacht tritt gemeinsam mit Zühlke Entwickler Daniel Stucki gegen den Computer an.

Die Jass-Challenge ist das Resultat eines dieser Weiterbildungscamps. Ein Team von Webentwicklern stellte sich dort die Aufgabe, einen Jass-Bot zu programmieren. Die Entwickler entwarfen eine erste Version, welche die Regeln des Spiels beherrschte, die Karten aber noch nach dem Zufallsprinzip spielte. Zudem entwarfen sie einen digitalen Jassteppich, um das Spiel anschaulich darzustellen. Bei dieser Arbeit hatten sie die Idee, einen Wettbewerb zu veranstalten. Dazu luden sie Studenten von Schweizer Hochschulen ein, auf der Basis ihres Codes einen eigenen Jass-Bot zu entwickeln. Das Skelett ihres eigenen Bots stellten sie dafür in den drei gebräuchlichsten Programmiersprachen zur Verfügung: in Java, Javascript und C#. Auf dieser Basis entwickelten 6 Teams eigene Bots, die nun im Finale bei Zühlke gegeneinander antraten – und in Monika Fasnacht ihre Meisterin fanden.

Sibylle Kammer, Mitglied der Zühlke-Geschäftsleitung, mit den Entwicklern des Ur-Bots.

Sibylle Kammer, Mitglied der Zühlke Geschäftsleitung, mit den Entwicklern des Ur-Bots: Patrick Walther, Daniel Stucki, Ben Millo, Nick Payne und Daniel Suter (von links).

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